10.03.2026: Geschichte in vier Gemälden – Der Kolonialismus und sein Erbe

Ausstellungseröffnung mit Naseer Alshabani (N.N.) und Serge Palasie
Dienstag, 10. März 2026, 18:00 Uhr
FUgE, Oststraße 12, 59065 Hamm
Die ausgestellten Originale sind bis zum 27. März 2026 dort zu sehen.
Der Eintritt ist frei.


In den Räumlichkeiten von FUgE Hamm betrachten wir vier von Naseer Alshabani umgesetzte Gemälde und diskutieren darüber, was der Kolonialismus mit der Gegenwart zu tun hat. Mit Naseer Alshabani und Serge Palasie, Fachpromotor Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Fokus Afrika beim Eine Welt Netz NRW wird die Ausstellung eröffnet.
Sie befassen sich unter anderem mit den kolonialen Wurzeln einer vielfach unfairen Weltwirtschaft, von Flucht und Migration sowie Klimaungerechtigkeit. Auch das Thema Raubgüter aus kolonialen Kontexten wird in einem der Gemälde aufgegriffen.

Details zur Entstehung der Gemälde unter https://p374570.webspaceconfig.de/fileadmin/ewn/data/Themen/Flucht_Migration/Umverteilung-transatlantisch-2024_.pdf

Ansatz der Veranstaltung:
Das Erkennen komplexer Zusammenhänge durch Gemälde kann ein Umdenken hin zu mehr globaler Solidarität bewirken. „Viele unserer Privilegien, die mit unserer Art zu leben verbunden sind, werden auf Kosten von anderen aufgebaut und aufrechterhalten“, so Serge Palasie.

In diesem Kontext ist der Ausschnitt des Gemäldes „Geburtsfehler“ ein Segelschiff mit der Flagge des Kurfürstentums Brandenburg zu sehen, das auch in den transatlantischen Versklavungshandel verstrickt war.
„Möglicherweise saßen Thomas Jefferson und Co. auf einer Herrenhausveranda und schrieb den Satz „All men are created equal and free“ in die Unabhängigkeitserklärung“. In: Siehe mehr Anregungen zum Thema im Heft „Kolonialismus in der Bildungsarbeit“ unter https://eine-welt-netz-nrw.de/app/uploads/2025/01/Kolonialismus-Bildungsarbeit-Einstieg-Anregungen.pdf

Ausbeutungsgeist“: Diese „Geist“ – im Bildausschnitt symbolisiert durch Léopold II (als belgischer König bis 1908 Privatbesitzer des damaligen „Kongo-Freistaats“) lebt in der heutigen globalen Weltwirtschaft weiter.

Kulturelles Erbe der gesamten Menschheit?“: Einige sagen, dass unsere Museen in Europa sind offen für alle. „Menschen aus Afrika und anderen Teilen des Globalen Südens bekommen aber nur selten ein Visum für die Einreise in ein Land der ehemaligen Kolonial- und Imperialmächte“.

Das Bild „Platz an der Sonne“ (eine schönmalerische Umschreibung für Kolonien aus dem Jahr 1897) stellt Menschen in den Schatten. Das Weltwirtschaftssystem als koloniales Erbe fördert soziale und ökologische Verwerfung (man sieht eine Coltan-Mine, auf der auch Kinder ausgebeutet werden, damit wir „smart“ miteinander kommunizieren können.

Mit der freundlichen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hamm und im Rahmen der Hammer Wochen gegen Rassismus.
Eine Veranstaltung von FUgE Hamm, Eine Welt Netz NRW und des Fachpromotors für Eine Welt Engagement in der Migrationsgesellschaft.