Film- und Diskussionsforen „Kein Land für niemand“
Mittwoch, 11. März 2026, um 11 und 17 Uhr
Gerd-Bucerius-Saal im Heinrich-von-Kleist-Forum
Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm
Der Eintritt ist frei.
Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ führt durch politisch bewegte Zeiten und zeigt die menschlichen, gesellschaftlichen und politischen Aspekte der Migrationsdebatte in Europa. Vom Mittelmeer über das Europäische Parlament bis hin zu deutschen Städten und Gemeinden gibt der Film einen tiefen Einblick in die so genannte „Migrationskrise“.
Er beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine anhaltende humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz und zivilgesellschaftliches Engagement trifft. Begleitet wird ein Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, die dramatische Lage wird aus der Luft betrachtet, und die Geschichten von Überlebenden, die trotz großer Gefahren den Weg nach Deutschland fanden, werden erzählt.
Der Film zeigt auch die politischen Entwicklungen der letzten Jahre. 2025 wird im Bundestag ein migrationspolitischer Entschließungsantrag verabschiedet, der unter anderem die vollständige Schließung der deutschen Grenzen fordert. Dies wirft die Frage auf, ob Migration wirklich das zentrale Problem ist, das oft dargestellt wird, oder ob die Abschottungspolitik tiefer liegende gesellschaftliche Ängste offenbart.
Mit eindrucksvollen Geschichten wirft der Film einen kritischen Blick auf die zunehmende Bedrohung aus Sicht der Geflüchteten und analysiert die Mechanismen hinter dem politischen Rechtsruck. Er regt dazu an, darüber nachzudenken, wie wir als Gesellschaft mit der unvermeidlichen Realität von Migration in einer krisenhaften Welt umgehen können.
Nach der Vorführung findet eine Podiumsdiskussion statt, moderiert von Marco Düsterwald. Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen aus Hamm werden die Themen des Films vertiefen und aktuelle Fragestellungen zur Migrationspolitik in Deutschland und Europa erörtern.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den Omas gegen Rechts, Amnesty International, Caritas Hamm, Evangelische Kirchenkreis Hamm, Flüchtlingshilfe Hamm, FUgE Hamm e. V., Hammer Frauenverbände, Jugendforen Hamm, Multikulturelles Forum und der Werkstadt für Demokratie und Toleranz statt.
Dieser Film enthält potenziell belastende Szenen, die folgende Themen ansprechen:
• Gewalt und körperliche Auseinandersetzungen
• Psychische Belastungen und Traumata
• Drogenmissbrauch
• Verlust von Angehörigen
• Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
Die dargestellten Ereignisse und Handlungen könnten bei manchen Zuschauern intensive emotionale Reaktionen hervorrufen. Es wird empfohlen, den Film mit Bedacht anzuschauen, insbesondere für Personen, die in der Vergangenheit traumatische Erfahrungen gemacht haben.
Weiteres zur Anmedlung unter Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes
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Mit der freundlichen Unterstützung der Hilfsorganisation Sea-Eye
und des Fachpromotors für Eine Welt Engagement in der Migrationsgesellschaft im Rahmen des Promotor*innen-Programms.