20.03.2026: Gesprächsrunde „Die Macht der Worte, Musik und Bilder“ u.a. mit Jihan Alomar

mit Jihan Alomar, Siber und Ibrahim Alpeso
Freitag, 20. März 2025, 18.00 Uhr
Gerd-Bucerius-Saal im Heinrich-von-Kleist-Forum
Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm
Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der Hammer Wochen gegen Rassismus laden die Volkshochschule und FUgE Hamm zur Gesprächsrunde „Die Macht der Worte, Musik und Bilder“ mit Jihan Alomar, Siber und Ibrahim Alpeso ein, die am Freitag, 20. März 2026, um 18.00 Uhr, im Gerd-Bucerius-Saal stattfindet. Marco Düsterwald, VHS-Direktor, spricht mit der jungen jesidischen Community über ihre Kultur, Religion und die Verfolgung. Dabei stellen sie ihre Schriften, Musik und Bilder ihrer Geschichte und Gegenwart vor. Mit ihrem sozialen Engagement zeigen sie, wie Erinnerung und Aufklärung zusammenwirken, aber auch wie persönliche Stärke im Umgang mit schwierigen Erfahrungen in positives gesellschaftliches Engagement umgewandelt werden kann.

Jihan Alomar ist die Autorin des Buchs „Dankbarkeit“, in dem sie über den Völkermord an den Jesiden und ihre Gefangenschaft durch den Islamischen Staat aber auch über ihre Verbundenheit zu ihrer alten Heimat im Nordirak berichtet. Sie erläutert die neue Identität der jesidischen Community, die in Deutschland mit rund 200.000 Menschen die größte Diaspora bildet.

Siber Alpeso, in Hamm lebende Jesidin ebenfalls aus Schingal/Irak, ist eine treibende Kraft der jesidischen Community in Hamm. Sie schreibt Gedichte und Prosa zu den Erfahrungen von Gewalt und Flucht der Diaspora und vermittelt mit Musik und Gesang dem Publikum die jesidische Tradition. „Schingal wurde für uns der Ort, in dem die Blumen verblühten, die Kindheit vernichtet, Türen verschlossen, Herzen gebrochen und Zöpfe abgeschnitten wurden. Unsere Geschichte nach dem 3. August 2014 ist verbunden mit Verlust, Kummer, Flucht, Suche nach sich selbst, aber nicht mit Resignation“, so Siber Alpeso.
Ibrahim Alpeso bildet durch seine Gemälde die Besonderheit der Kultur und Religion aber auch die Vielfalt der Diaspora in Deutschland ab. Er spricht in der Gesprächsrunde zudem über Diskriminierung, religiöse Intoleranz und den Hass gegen Jesiden, der zum Genozid in Shingal geführt hat.

Eine Veranstaltung von der VHS und FUgE Hamm mit der Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hamm und der WERKSTADT für Demokratie und Toleranz.
Angefragt ist eine Förderung dieser jesidischen Gesprächsrunde und Ausstellung durch das Landesprogramm NRWeltoffen – Lokale Handlungskonzepte gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Mit der freundlichen Unterstützung des Fachpromotors für Eine Welt Engagement in der Migrationsgesellschaft.