Ausstellungseröffnung mit Naseer Alshabani und Serge Palasie
Dienstag, 10. März 2026, 18:00 Uhr
FUgE, Oststraße 12, 59065 Hamm
Die ausgestellten Originale sind nach Anfrage bis zum 27. März 2026 dort zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
In den Räumlichkeiten von FUgE Hamm betrachten wir vier von Naseer Alshabani umgesetzte Gemälde und diskutieren darüber, was der Kolonialismus mit der Gegenwart zu tun hat. Mit Naseer Alshabani und Serge Palasie, Fachpromotor Entwicklungspolitische Bildungsarbeit Fokus Afrika beim Eine Welt Netz NRW wird die Ausstellung eröffnet.
Sie befassen sich unter anderem mit den kolonialen Wurzeln einer vielfach unfairen Weltwirtschaft, von Flucht und Migration sowie Klimaungerechtigkeit. Auch das Thema Raubgüter aus kolonialen Kontexten wird in einem der Gemälde aufgegriffen.
„Die Behandlung des Themas Kolonialismus darf sich nicht auf den offiziellen, relativ kurzen deutschen Kolonialismus (1884/85-1918/19) beschränken. … Themen wie unfairer Welthandel, Klimaungerechtigkeit oder Flucht und Migration können nicht verstanden werden, wenn sie nicht historisch kontextualisiert werden.“ Die deutsche Kolonialzeit ist in einen viel längeren Zeitraum zu betrachten, so Serge Palasie.
In diesem Kontext ist der Ausschnitt des Gemäldes „Geburtsfehler“ ein Segelschiff mit der Flagge des Kurfürstentums Brandenburg zu sehen, das auch in den transatlantischen Versklavungshandel verstrickt war.
„Möglicherweise saßen Thomas Jefferson und Co. auf einer Herrenhausveranda und schrieb den Satz „All men are created equal and free“ [Alle Menschen sind gleich geschaffen] in die Unabhängigkeitserklärung“.
Ausbeutungsgeist: Diese „Geist“ – im Bildausschnitt symbolisiert durch Léopold II (als belgischer König bis 1908 Privatbesitzer des damaligen „Kongo-Freistaats“) – lebt in der heutigen globalen Weltwirtschaft weiter.
Kulturelles Erbe der gesamten Menschheit?: Einige sagen, dass unsere Museen in Europa sind offen für alle. „Menschen aus Afrika und anderen Teilen des Globalen Südens bekommen aber nur selten ein Visum für die Einreise in ein Land der ehemaligen Kolonial- und Imperialmächte“.
Das Bild „Platz an der Sonne“ (eine schönmalerische Umschreibung für Kolonien aus dem Jahr 1897) stellt Menschen in den Schatten. Das Weltwirtschaftssystem als koloniales Erbe fördert soziale und ökologische Verwerfung (man sieht eine Coltan-Mine, auf der auch Kinder ausgebeutet werden, damit wir „smart“ miteinander kommunizieren können.
Siehe Pressemitteilung HIER
Insta => 
Pressebericht:
Geschichte in vier Gemälden – Der Kolonialismus und sein Erbe
Dienstag, 10. März 2026, 18 Uhr (bis zum 27. März dort zu sehen)
FUgE, Oststraße 12, Hamm
Am Dienstagabend,10. März, waren Hammer Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, sich aktiv an einer neuen Methode der Bildungsarbeit zu beteiligen. Nicht durch Vorträge, sondern durch die Betrachtung von vier von Naseer Al Shabani umgesetzten Gemälden kamen rund 20 Teilnehmenden mit dem Künstler sowie den drei anwesenden Eine-Welt-Promotoren Bunmi Bolaji, Marcos da Costa Melo und Serge Palasie ins Gespräch.
Dabei lag der Ball immer erst einmal im Spielfeld des Publikums. Was ist auf den Gemälden zu sehen? Welche Themen werden behandelt? So wurde Bild für Bild schrittweise entschlüsselt und Themen wie koloniale Kontinuitäten im Bereich der Weltwirtschaft, Raubgüter in Museen, Rassismus und Identität oder aber auch eine immer restriktivere Asyl- und Migrationspolitik behandelt.
Die positiven Rückmeldungen aus dem Publikum bestätigen: Über Gemälde in den Austausch zu wichtigen Themen zu kommen, funktioniert und bietet eine Möglichkeit, Menschen niedrigschwellig zu erreichen. Die Gemälde entstanden im Rahmen eines Projekts des Eine Welt Netz NRW und sind noch bis zum 27. März in den Räumlichkeiten vom Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) zu sehen.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Hammer Wochen gegen Rassismus mit der freundlichen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hamm.

Mit der freundlichen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Hamm und im Rahmen der Hammer Wochen gegen Rassismus.
Eine Veranstaltung von FUgE Hamm, Eine Welt Netz NRW und des Fachpromotors für Eine Welt Engagement in der Migrationsgesellschaft.




