27.08.2022: Kaffeebesuch von Red Ecolsierra – Kolumbien

Brunch und Fachgespräch zur Geschlechtergerechtigkeit im Fairen Handel und in Deutschland mit Mildred Niebles und Ilba Camacho von der Kooperative Red Ecolsierra, Kolumbien.
Samstag, 27. August 2022, 11-14 Uhr,
FUgE Hamm, Oststr. 13
Der Eintritt ist frei.

Viele kennen ihn, den „Hamm Kaffee“ aus Kolumbien. An diesem Vormittag bekommen wir Besuch von Mildred Niebles, Leiterin der Qualitätssicherung, und Ilba Camacho, Produzentin und Mitglied im Gleichstellungskomittee von der Kaffee-Kooperative Red Ecolsierra. Sie berichten u.a. über ihren Alltag als Qualitätsmanagerin und Kaffeebäuerin und darüber, welche Rolle der Faire Handel für mehr Geschlechtergerechtigkeit spielt. Expertinnen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in Hamm tauschen sich dann mit den Aktivistinnen aus.
Die Übersetzung der Gesprächsrunde übernimmt Stefanie Hoppe.
Begrüßung: Bürgermeisterin Monika Simshäuser.
Moderation: Claudia Kasten, FUgE Hamm.
Start um 11 Uhr mit einer Tasse fairem Hamm Kaffee.
Rückblick:

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Eine Veranstaltung in Kooperation mit FUgE und der Fairen Metropole Ruhr.
Mit der freundlichen des Promotor*innen-Programms für interkulturelle Öffnung im Regierungsbezirk Arnsberg und im Auftrag der Landesregierung NRW.

Siehe dazu
Bericht aus erster Hand
Fairer Handel: Kolumbianerinnen zu Gast im Weltladen

Westfälischer Anzeiger Hamm, Dienstag, 30. August 2022,

Hamm-Mitte – Rund 24 000 Päckchen und damit sechs Tonnen des fair gehandelten „Hamm Kaffee“ wurden seit seiner Einführung im September 2001 im Weltladen Hamm verkauft, berichtet Paula Sudhaus vom Weltladenteam. Die Faire Metropole Ruhr organisierte nun eine Rundreise von Ilba Camacho und Mildred Niebles Jimenez von der kolumbianischen Kooperative Red Ecolsierra, die den Rohstoff des beliebten Kaffees der Kampagne „Der Pott kocht fair“ produziert.

Auf Einladung des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) berichteten Camacho und Jimenz wie der Faire Handel ihr Leben verändert und die Gleichberechtigung in ihren ländlichen Gemeinden gestärkt hat. Die Kooperative wurde für dieses Engagement sogar vom kolumbianischen Staat ausgezeichnet.

Begrüßt wurde der Besuch aus Kolumbien von Bürgermeisterin Monika Simshäuser, die sich bereits 2001 für die Einführung eines fairen Hamm Kaffees eingesetzt hat. Sie lobte das Engagement der Kooperative und verwies darauf, dass es auch in Deutschland noch viel für eine echte Gleichberechtigung zu tun gibt, damit das Recht, das auf dem Papier besteht, auch mit Leben gefüllt würde.

Auch in Kolumbien müsse noch viel für eine echte Gleichstellung getan werden, berichtet Niebles. So ist Landbesitz noch mehrheitlich männlich. In ihrer Kooperative ändert sich dies jedoch langsam. Hierzu sei einiges an Überzeugungsarbeit nötig gewesen, so Camacho. Dafür gebe es heute innerhalb der Kooperative gleichen Lohn für gleiche Arbeit, erfuhr auch Anne-Rieke Meyer von der städtischen Gleichstellungsstelle erstaunt. Und seitdem Bewerbungen für Stellen in der Verwaltung der Kooperative geschlechterneutral sind, hätten auch viel mehr Frauen Chancen auf Führungspositionen. So leitet Jimenez heute die Qualitätskontrolle des Kaffees und Camacho den Zusammenschluss der Bauern und Bäuerinnen in ihrer Gemeinde. Als Mitglied der Integrationskommission setzt sie sich für die Partizipation von Frauen, Jugendlichen und älteren Menschen ein. Die Freiräume und Unterstützung durch den Fairen Handel hätten dabei geholfen, Frauen das nötige Selbstbewusstsein für diese Aufgaben mit auf den Weg zu geben, so Camacho. ck