02.09.2026: Am Ende eines Versprechens? – 75 Jahre GFK in populistischen Zeiten“

Mittwoch, 2. September 2026, 18:00 bis 20:15 Uhr
Auslandsgesellschaft.de e.V., Steinstraße 48, 44147 Dortmund
Die Veranstaltung ist als Hybridveranstaltung geplant.
Anmeldung: 0231 8380019, veranstaltungen@auslandsgesellschaft.de
Siehe auch Auslandsgesellschaft.de

Am Ende eines Versprechens? – 75 Jahre Genfer Geflüchtetenkonvention in populistischen Zeiten
Podiumsgespräch mit Erik Marquardt (MdEP), Agnes Yavari (Multikulturelles Forum e.V.), Oumar Diallo (Afrikanischer Kulturverein Hamm).
Moderation: Hannah Fischer (Welthaus Dortmund) und Vera Dwors (Eine Welt Netz NRW)
Die Veranstaltung ist als Hybridveranstaltung geplant. Wenn Sie sich für die Online-Teilnahme anmelden, senden wir Ihnen den Link zeitnah zu.

Vor 75 Jahren, am 28. Juli 1951, einigten sich erste Staaten darauf, dass Menschen auf der Flucht Schutz und Sicherheit erhalten sollen. Immer noch unter dem Eindruck der Verbrechen des Zweiten Weltkriegs wurde dieses Versprechen in der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) verankert. 1967 haben sich 145 Staaten der Vereinbarung angeschlossen und seitdem Millionen von Menschen weltweit den dringend notwendigen Schutz ermöglicht, unzählige Leben gerettet. Bis heute ist sie unverzichtbar. Vertreibung und Kriege, Umweltkatastrophen und die Folgen des Klimawandels, globale Ungleichheit und wirtschaftliche Not sind Anlässe für die Flucht. Doch der verbindliche rechtliche Rahmen wackelt – weltweit und auch bei uns in Deutschland.
Anlässlich dieses Jubiläums berichtet Agnes Yavari als Asylverfahrensberaterin beim Multikulturellen Forum e.V. aus ihrer Berufspraxis mit Menschen, die Flucht und Verfolgung erlebt haben und für einen Schutzstatus kämpfen: „In einer Zeit, in der Konflikte, Gewalt und Verfolgung weiterhin Millionen Menschen zur Flucht zwingen, Asyl- und Menschenrechte in Frage gestellt werden, ist es wichtiger denn je, nicht nur an die Versprechen von Sicherheit und Schutz zu erinnern, sondern sie hochzuhalten und zu erneuern.“
Oumar Diallo aus Conakry/Guinea (Afrikanischer Kulturverein Hamm), der 2016 nach einer langen Odyssee politisches Asyl in Deutschland erhielt, spricht über die Abschottungspolitik Europas aus eigener Erfahrung und seine frühere Arbeit im Netzwerk „Jugendliche ohne Grenzen“ in Hamm.
Erik Marquardt MdEP, der online an dem Podiumsgespräch teilnimmt, gibt einen Input zum Einfluss rechtspopulistischer Kräfte auf die Asylrechtsdebatte im Europäischen Parlament und spricht über die Einschränkungen und Risiken der Asylverfahren an den EU-Außengrenzen sowie zukunftsweisende Strategien im Umgang mit dem Rechtsextremismus.

Eine Veranstaltung der Auslandsgesellschaft.de, Europe Direct Dortmund, Eine Welt Netz NRW, Multikulturelles Forum und FUgE Hamm im Rahmen des Promotor*innenprogramms NRW.

Mit der freundlichen Unterstützung des Fachpromotors für Eine Welt Engagement in der Migrationsgesellschaft im Rahmen des Promotor*innen-Programms des Landes NRW.

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