23.10.2021: Fortgehen und Ankommen – 60 Jahre Migration nach Hamm

Fortgehen und Ankommen – Musik, Fotos, Filme und Austausch zu 60 Jahren Migration nach Hamm
Samstag, 23. Oktober 2021, 16:00 bis 19:00 Uhr,
Gerd-Bucerius-Saal (Korrektur: Schulungsraum 2.051, im HvK-Forum Hamm)
Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm

Im Herbst 2021 jährt sich das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei zum sechzigsten Mal. Die Migration, besonders in die Industriezentren in Westdeutschland, prägt nach wie vor nicht nur Kultur, Bevölkerungsstruktur und Stadtbild im Ruhrgebiet, sondern mit diesen Migrationserfahrungen sind auch ganz persönliche Geschichten verknüpft. Geschichten, die vom Verlassen einer Heimat und vom Zusammenfinden neuer Gemeinschaft erzählen.
An diesem Abend möchten das IREV-Institut (Institut für Religion und Ethik), das Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) sowie die Werkstadt für Demokratie & Toleranz Hamm zurückblicken auf die Auswirkungen in Hamm, die Erfahrungen von Menschen, die in Hamm ein Zuhause gefunden haben und von den Herausforderungen, vor denen die Migrationsgesellschaft in Hamm steht.
Besonders in den Industriezentren Westdeutschlands prägt die Migration aus aller Welt die Kultur, Bevölkerungsstruktur und das Stadtbild, so auch bei uns im Ruhrgebiet. Mit der Migration sind jedoch auch ganz persönliche Geschichten verknüpft. Geschichten, die vom Verlassen einer Heimat und vom Zusammenfinden neuer Gemeinschaften erzählen. Selahattin Sevi, Fotograf mit türkischen Wurzeln, hat sechs Migranten aus aller Welt, die in Hamm leben, porträtiert (v.l.n.r.): Dilek Dzeik-Erdogan, Osman Bol, Yakup Yalcinkaya, Masoumeh Hossein, Muhammad Waqas und Oumar Diallo.

Dilek_Dzeik-Erdogan Osman_Bol Yakup_Yalcinkaya
Masoumeh_Hossein Muhammad_Waqas Oumar_Diallo
Ein kurzer Doku-Film, Foto-Präsentation und kleine Statements sollen eine Erinnerungskultur in Bezug auf Migration sensibilisieren. Wir laden dann die Gäste zu einem Austausch mit Kunst und Kultur ein.

Kurzbericht

protagonisten-60-jahre-igration-nach-hamm Hauptprotagonisten/innen der Veranstaltung „60 Jahre Migration nach Hamm“

Mit rund 50 Gästen und einem abwechslungsreichen Programm ging am Samstag, 23. Oktober, im Heinrich-von-Kleist-Forum die Veranstaltung „60 Jahre Migration nach Hamm“ erfolgreich zu Ende. Die Organisatoren, FUgE (Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung), IREV (Institut für Religion und Ethik) sowie die Werkstadt für Demokratie & Toleranz, waren mit dem Austausch sehr zufrieden, der von Dr. Karl . Faulenbach moderiert wurde. Bei der Begrüßung ging die Bürgermeisterin Monika Simshäuser auf die Geschichte der Bergbaufamilien in den Zechen Sachsen und Heinrich-Robert aber auch der Frauen ein, die häufig als Reinigungskraft nach Hamm kamen.
Es standen die musikalische Darbietung von Joseph Mahame aus Uganda und die Statements von Muhammet Mertek und von Dilek Dzeik-Erdogan im Mittelpunkt der Begegnung. Zudem gab es die Fotos von Selahattin Sevi zu sehen, die sechs Bürger und Bürgerinnen der neuen Generation Hamms, unter ihnen drei Geflüchtete aus Afghanistan, Pakistan und Guinea, mit ihren Biographien portraitierten.
Der Ausspruch von Max Frisch „Wir riefen Arbeitskräfte, aber es kamen Menschen“ war ein immer wiederkehrender Aspekt der gesamten Veranstaltung, die für ein respektvolles Miteinander in unserer Stadt warb und eine vielfältige Erinnerungskultur der Migration nach Hamm zum Thema machte.
Die Veranstaltung fand im Rahmen der Interkulturellen Woche Hamm und mit der Unterstützung des Kulturfonds der Stadt Hamm sowie des Programms für interkulturelle Öffnung im Regierungsbezirk Arnsberg statt.

Ablaufplan und Statements:
16:00    Musik mit Joseph Mahame
16:15    Eröffnungsrede: Monika Simshäuser (Hamm-Bürgermeisterin)

foto_muhammet_mertek 16.25    Film: Ein Gastarbeiter untertage
16:40 Statement von Muhammet Mertek (Buchautor und Lehrer)
Siehe kurze Version hier
=>2021-10-23_Kurze_Version_Muhammet_Mertek.pdf
Siehe Vollversion hier
=>2021-10-23_Mertek_60_Jahre_Migration_Vollversion.pdf

Foto_Dilek_Dzeik-Erdogan 16:55 Statement von Dilek Dzeik-Erdogan (Richterin aus Hamm)
Siehe kurze Version hier
=>2021-10-23_Kurze_Version_Dilek_Dzeik-Erdogan.pdf
Siehe Vollversion hier
=>2021-10-23_Dzeik-Erdogan_60_Jahre_Migration_Vollversion.pdf

17:10    Musik mit Joseph Mahame (Musikpädagoge aus Uganda)
Fotos über Migranten und Besichtigung der Plakate mit Infos
17:30    Austausch im Plenum
18:00    Musik mit Joseph Mahame (Musikpädagoge aus Uganda)
Moderation:
Dr. Karl A. Faulenbach (Kulturdezernent der Stadt Hamm a.D.)

Fotos von Selahattin Sevi
Selahattin Sevi wurde 1971 in Bursa geboren, wo er auch Abitur machte. Er studierte von 1990-94 an der Fakultät für Kommunikationswissenschaft der Universität Marmara in Istanbul. Er arbeitete als Foto-Editor bei den großen Zeitungen der Türkei. 
Er leitete das Editorial vom Almanach „Fotos, die Zeitzeuge sind“ und führte überdies das große Foto-Projekt „Zeit in der Türkei“, an dem renommierte Fotographen aus 25 Ländern teilgenommen haben. Im Rahmen dieses Projektes veröffentlichte er ein Album und ein Buch mit Interviews mit den Protagonisten/innen. Dieses Album wurde in 13 Städten in der Türkei und in sieben Ländern der Welt ausgestellt. 
In Photo-Festivals in Bursa und Antalya war er als Kurator tätig. Im jährlichen Festival Visa Pour L’image für Photo-Journalismus in Perpignan (Frankreich) war er fünf Jahre lang als Jury-Mitglied tätig. 2015 wurde er vom türkischen Journalistenverband für seine Fotos über Flüchtlinge als Forschungsjournalist ausgezeichnet.  Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Derzeit führt er das Editorial des einzigen Online-Portals für Fotokultur www.nostosphotos.com

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Woche der Stadtbüchereien Hamm statt.
Mit der freundlichen Unterstützung des Kulturfonds der Stadt Hamm, des Programms für interkulturelle Öffnung im Regierungsbezirk Arnsberg und der Werkstadt für Demokratie und Toleranz Hamm.

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