24.04.2013: Afrikas Flüchtlingen

Zu Geschichte der Afrikas Flüchtlingen:
Filmvorführung „Alptraum im Fischerboot“

von Klaus Martens, Michael Grytz, Dokumentar, 60 min. BRD 2007
Mittwoch, 24.04.2013, 11-13 Uhr, Hanse-Kollegs Lippstadt
Ostendorfallee 1, 59555 Lippstadt
Präsentation und Diskussion mit
Joseph Mahame, FUgE-Bildungsreferent / Musikpädagoge aus Uganda
Marcos A. da Costa Melo, FUgE-Geschäftsführer und Regionalpromotor der Hellwegregion
Alptraum-im-Fischerboot
Siehe Präsentation hier => 2013-04-24_Alptraum-im-Fischerboot
„Das Bild von Flüchtlingen Afrikas und die Europas Fischereipolitik“
Am 24. April 2013, Mittwoch, um 11 Uhr, findet in der Aula des Hanse-Kollegs, Ostendorfalle 1 in Lippstadt, das Diskussionsforum „Das Bild von Flüchtlingen Afrikas und die Europas Fischereipolitik“ statt.
In einer kurzen Einführung in das Thema „Flucht aus Afrika“ geht der Brasilianer Marcos A. da Costa Melo, Geschäftsführer von FUgE Hamm (Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung), auf die unterschiedlichen Ursachen von Fluchtbewegungen von Afrika nach Europa. Kernpunkt des Vortrags wird eine kritische Analyse der Europas Fischereipolitik, die die Nahrungsmittelversorgung Westafrikas zerstört, und die Präsentation von Ausschnitten des Films „Alptraum im Fischerboot“.
Danach referiert Joseph Mahame, Bildungsreferent von FUgE Hamm und Musikpädagoge aus Uganda, mittels Bildmaterialien über „Das Bild von Flüchtlingen Afrikas in Europa“ und stellt den Interessierten Fragen: Wie gehen wir mit Menschen um, die nach Europa flüchten? Welche Instrumente soll Europa für einen humanen Umgang mit den Fluchtbewegungen nutzen?
Der Hintergrund des Diskussionsforums ist komplex. Flucht hat zahllose tiefer liegende Ursachen, die heute nur in einem globalen Zusammenhang zu verstehen sind. Klimawandel, Ernährungskrisen und Ressourcenkämpfe sind dabei einige Ansatzpunkte, an der die globale Verflechtung Europas näher zu beleuchten sein wird. Die Referenten wollen durch das Forum einfache Vorurteile auflösen und den Fokus auf die Verantwortung Europas im Zuge von Globalisierung und Fluchtbewegungen ausrichten. Es soll diskutiert werden, ob die aktuelle EU-Politik der Problematik gerecht wird und wo ehrliche Alternativen gefragt sind, da Europa para-militärische Instrumente wie Frontex – die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen – nutzt.
Darüber hinaus erschweren Vorurteile ein strukturelles Verständnis der Fluchtursachen. Nur ein Viertel des deutschen Fischkonsums kann aus eigener Produktion gedeckt werden. Die meisten EU-Staaten müssen über die Hälfte der hier verzehrten Fische einführen. Entlang der Westküste Afrikas können die traditionelle Fischerei gegen die industriellen Fangflotten der EU wegen der Überfischung nicht mehr überlegen. Die Menschen Westafrikas benötigen Fisch als Grundnahrung. Vor der europäischen Küste sinken Boote mit Menschen auf der Suche nach Schutz. Diese schutzlosen Menschen werden durch europäische Frontex-Sicherheitskräfte an den Außengrenzen abgewehrt.
Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.